Unser VfB schreibt weiter Geschichte
Es gibt Spielzeiten, die man am Ende einfach abhakt. Und dann gibt es Spielzeiten, die bleiben. Die Saison 2025/2026 des VfB Stuttgart gehört ganz sicher zur zweiten Kategorie. Wieder einmal hat uns diese Mannschaft mitgenommen auf eine Reise, die alles hatte, was Fußball so besonders macht: große Abende, bittere Momente, wilde Auswärtsfahrten, internationale Geschichten, Pokaldrama, Berliner Gänsehaut und am Ende vor allem eines: verdammt viel Stolz.
Bild: KI – VfB Chaoszwerg
Nach den unglaublichen Jahren zuvor war die große Frage vor dieser Saison nicht, ob der VfB Qualität hat. Die Frage war eher: Kann diese Mannschaft dieses Niveau halten? Kann sie nach Pokalsieg, internationaler Belastung und gewachsenen Erwartungen erneut bestehen? Kann sie liefern, wenn plötzlich niemand mehr überrascht ist, dass Stuttgart oben mitspielt?
Die Antwort kam nicht mit großen Worten, sondern auf dem Platz. Woche für Woche. Spiel für Spiel. Heim wie auswärts. National wie international. Der VfB hat auch in dieser Saison gezeigt, dass die Entwicklung der letzten Jahre kein Zufall war. Da steht eine Mannschaft auf dem Platz, die arbeitet, leidet, Fußball spielen will und sich auch von Rückschlägen nicht aus der Bahn werfen lässt.
Für uns Chaoszwerge war es eine Saison, in der wir den VfB überallhin begleitet haben, geprägt von Emotionen, Gänsehautmomenten und Erinnerungen, die bleiben. Wir waren bei allen Heimspielen dabei, bei allen Auswärtsspielen, egal ob national oder international. Ob Neckarstadion, fremde Kurven, europäische Nächte oder das große Finale in Berlin: Der Brustring war unterwegs. Und wir mittendrin.
Schon die Bundesliga zeigte, wie gefestigt dieser VfB inzwischen ist. Es gab Phasen, in denen es nicht immer leicht war, Spiele, die Kraft gekostet haben, und Momente, in denen man gemerkt hat, wie anspruchsvoll eine Saison mit drei Wettbewerben sein kann. Aber genau darin lag die Stärke dieser Mannschaft. Sie blieb dran. Sie fiel nicht auseinander. Sie fand Antworten. Und sie spielte am Ende wieder eine Saison, die man vor wenigen Jahren kaum für möglich gehalten hätte.
Platz vier in der Bundesliga, wieder die Qualifikation für die Champions League, wieder ein Jahr, in dem Stuttgart nicht nur mithalten, sondern gestalten konnte. Das ist kein kleines Kapitel mehr. Das ist ein Statement. Der VfB ist zurück auf einer Bühne, auf der man ihn lange vermisst hat. Und er ist dort nicht als kurzfristiger Gast aufgetaucht, sondern mit der klaren Ansage: Dieser Verein will bleiben.
Auch international war diese Saison ein echtes Erlebnis. Die Europa League brachte uns wieder diese besonderen Abende, die man als Fan nicht erklären muss. Man spürt sie einfach. Flutlicht, andere Stadien, andere Länder, andere Gegner und trotzdem immer dieses eine Gefühl: Unser VfB ist wieder da. Siege gegen Celta Vigo, Feyenoord, Go Ahead Eagles, Maccabi Tel Aviv und die Young Boys, dazu intensive Auswärtsfahrten und große Namen wie Rom, Porto, Celtic oder Fenerbahçe. Das war kein netter Bonus nebenbei. Das war europäischer Fußball mit allem, was dazugehört.
Für uns als Fanclub waren diese Reisen mehr als nur Spiele. Es waren Geschichten. Treffpunkte an Bahnhöfen, Busfahrten, Flüge, Fahnen, Gesänge, müde Augen am nächsten Morgen und dieses breite Grinsen, wenn man merkt: Genau dafür macht man das alles. Der VfB hat uns durch Europa geschickt, und wir sind ihm gefolgt. Nicht als Zuschauer einer Erfolgswelle, sondern als Teil dieser weiß-roten Reise.
Und dann war da natürlich noch der Pokal.
Als Titelverteidiger in den Wettbewerb zu gehen, ist nie leicht. Jeder Gegner will genau diesen Moment. Jeder will den Pokalsieger ärgern. Doch der VfB marschierte wieder. Runde für Runde. Mit Leidenschaft, mit Qualität und mit diesem ganz besonderen Pokalwillen, der in den letzten Jahren fast schon zu einem Markenzeichen geworden ist.
Spätestens das Halbfinale gegen Freiburg war einer dieser Abende, die man so schnell nicht vergisst. Ein Spiel, das an den Nerven zerrte, das alles verlangte und am Ende durch diesen späten Treffer von Tiago Tomás in der Verlängerung zur nächsten großen Berliner Geschichte wurde.
Berlin. Schon wieder Berlin. Geil.
Für viele von uns war die Reise ins Olympiastadion ein weiterer Höhepunkt einer ohnehin außergewöhnlichen Saison. Allein dieses Wort „BERLIN“ hatte nach dem Pokalsieg im Vorjahr eine besondere Bedeutung. Dass der VfB nur ein Jahr später erneut im Endspiel stehen würde, war alles andere als selbstverständlich. Für uns Chaoszwerge begann das Pokalwochenende nicht erst mit dem Anpfiff, sondern schon lange vorher. Karten wurden geordert, Fahrten geplant, Unterkünfte organisiert und Möglichkeiten abgewogen. Denn so begehrt die Plätze im Stadion waren, so klar war für viele auch: Dieses Wochenende in Berlin wollte man erleben, mit oder ohne Ticket. Ein Fanclub, eine Gemeinschaft, ein Ziel. Gemeinsam unterwegs für den VfB. Gemeinsam durch die Stadt, gemeinsam im Stadion, gemeinsam mit Tausenden Stuttgartern, die Berlin wieder in weiß-rote Farben getaucht haben.
Und so machten sich die Zwerge auf ganz unterschiedlichen Wegen auf den Weg in die Hauptstadt. Einige verbrachten das komplette Wochenende in Berlin, andere kamen erst am Finaltag an und traten nach dem Spiel wieder die Rückreise an.
Manche hatten ihre Eintrittskarte sicher in der Tasche, andere waren ohne Karte vor Ort, einfach weil sie bei diesem besonderen Moment nicht fehlen wollten. Es war kein einheitlicher Plan, aber es war ein gemeinsames Ziel. Der VfB spielte ein Pokalfinale, und die Chaoszwerge waren Teil dieser Reise.
Schon vor dem Spiel zeigte sich auf dem Alexanderplatz, welche Bedeutung dieses Finale für Stuttgart hatte. Das VfB-Fanfest wurde zum zentralen Treffpunkt für viele Anhängerinnen und Anhänger, die aus allen Richtungen nach Berlin gekommen waren.
Zwischen Trikots, Fahnen und bekannten Gesichtern entstand eine Atmosphäre, die weniger vom großen Spektakel lebte, sondern vielmehr von diesem besonderen Gefühl, gemeinsam für denselben Verein unterwegs zu sein.
Ein besonders schöner Moment ergab sich dabei fast nebenbei. Mitten auf dem Alexanderplatz trafen wir auf die Familie von VfB-Spieler Chema Andrés. Unser Griechen-Zwerg Kosta nutzte die Gelegenheit sofort, sprach die Familie auf Spanisch an und sorgte besonders im Gespräch mit Chemas Oma für einige herzliche Lacher. Es war eine dieser Begegnungen, die man nicht planen kann und die einem wieder zeigt, wie klein die Fußballwelt manchmal ist. Natürlich wurde dieser schöne Moment zum Abschluss auch auf einem gemeinsamen Bild festgehalten.
Für uns als Chaoszwerge war dieses Wochenende deshalb weit mehr als nur die Fahrt zu einem Endspiel. Es war ein weiterer Beleg dafür, was diesen Fanclub ausmacht. Rund 100 Zwerge waren in Berlin dabei, verteilt über die Stadt, das Fanfest und das Stadionumfeld, manche später auf den Rängen des Olympiastadions, andere außerhalb, aber alle mit demselben Gefühl. Es ging nicht nur darum, eine Karte zu haben.
Es ging darum, den VfB auf diesem Weg zu begleiten, gemeinsam präsent zu sein und diesen besonderen Abschluss einer außergewöhnlichen Saison als Gemeinschaft zu erleben.
Natürlich hätten wir uns alle ein anderes Ende gewünscht. Natürlich träumt man vor so einem Finale vom nächsten Titel, vom nächsten Pokal, vom nächsten Kapitel für die Ewigkeit. Und ja, ein 0:3 gegen Bayern tut im ersten Moment weh. Ein Finale verliert niemand gerne. Schon gar nicht, wenn man vorher so viel investiert hat.
Aber manchmal erzählt ein Ergebnis nicht die ganze Wahrheit.
Diese Mannschaft hat gekämpft. Sie hat sich nicht versteckt. Sie hat sich diesem Finale gestellt, obwohl der Gegner an diesem Abend eiskalt war und seine Qualität durchgesetzt hat. Nach dem Schlusspfiff blieb deshalb nicht nur Enttäuschung. Da war Applaus. Da war Dankbarkeit. Da war dieser Moment, in dem man merkt: Wir haben vielleicht ein Spiel verloren, aber ganz sicher nicht den Stolz auf diese Saison.
Denn wer nach einer solchen Spielzeit nur auf den verlorenen Pokal schaut, hat nicht verstanden, was dieser VfB gerade leistet. Drei Wettbewerbe, internationale Reisen, Bundesliga auf höchstem Niveau, wieder Berlin, wieder Europa. Das ist nicht selbstverständlich. Nicht für den VfB, nicht für uns Fans und schon gar nicht nach all den Jahren, in denen wir ganz andere Sorgen hatten.
Wir Zwerge und alle VfB-Fans haben diese Saison gelebt. Wir haben gefeiert, gezittert, geflucht, gesungen und wieder gefeiert. Wir haben Auswärtsblöcke gesehen, europäische Nächte erlebt, Heimspiele im Neckarstadion begleitet und am Ende mit vielen Zwergen in Berlin gestanden. Das ist mehr als eine Statistik. Das ist Fanclubgeschichte.
Diese Saison war spannend. Sie war erfolgreich. Sie war anstrengend. Sie war emotional. Und sie war ein weiterer Beweis dafür, dass beim VfB Stuttgart etwas entstanden ist, das trägt. Eine Mannschaft, die Charakter hat. Ein Trainerteam, das entwickelt. Ein Verein, der wieder Strahlkraft besitzt. Und eine Fanszene, die zeigt, was Unterstützung bedeutet.
Am Ende bleibt deshalb kein trauriger Blick zurück, sondern ein stolzer. Wir sind unglaublich stolz auf diese Mannschaft. Es ist für uns alle nicht selbstverständlich, dass der VfB nun das dritte Jahr in Folge international spielt. Genau deshalb macht uns das verlorene Pokalendspiel nicht traurig. Es macht uns vor allem stolz. Stolz auf den Weg, stolz auf diese Saison und stolz darauf, Chaoszwerge im Zeichen des Brustrings zu sein.
Danke, VfB. Was für eine außergewöhnliche Saison!
Hier nun noch ein paar Eindrücke von einem unvergesslichen Wochenende in Berlin, voller Emotionen, Gänsehautmomente und weiß-roter Leidenschaft. In der Bildergalerie haben wir die schönsten Eindrücke von allen Zwergen vom Pokalwochenende für euch gesammelt & zusammengestellt. Die vielen Impressionen fangen die besondere Stimmung perfekt ein. Klickt euch durch und erlebt das Wochenende nochmal in Bildern!
Und wer noch tiefer eintauchen will und noch nicht genug hat: Neben unserer Galerie gibt’s auch ein paar ausgewählte Videosequenzen, bewegte Bilder, die die Emotionen dieses Wochenendes noch greifbarer machen. Vom Breitscheidplatz bis zu den Feierlichkeiten nach dem Abpfiff, einfach anschauen und nochmal mittendrin sein!
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Videos: VfB Fanclub Chaoszwerge (Mitglieder)




